Der Krankheitsverlauf von Alzheimer Demenz beginnt schleichend und man bemerkt in den ersten Jahren keine Auffälligkeiten. Erst wenn das Gedächtnis, das Erinnerungs- und Orientierungsvermögen sukzessive schlechter werden, ist man sich seiner eigenen Defizite bewusst. Meistens treten in Folge der Krankheit auch weitere Symptome wie Persönlichkeits- und Verhaltensänderungen auf. Wenn die ersten Symptome einer Vergesslichkeit und Orientierungslosigkeit auftreten, sollte man unverzüglich einen Arzt konsultieren. Je früher man eine Demenzerkrankung behandelt, umso höher sind die Chancen den aktuellen Status zu erhalten bzw. zu verbessern. 

Die Alzheimer-Krankheit kann bisher nicht geheilt werden. Aber eine Behandlung kann die Symptome und die Beschwerden, die sie mit sich bringen lindern und die Lebensqualität der Patienten verbessern. Medikamentöse- und nicht-medikamentöse-Therapien werden kombiniert eingesetzt.

Typische Symptome der Alzheimer Demenz sind Störungen:

  • des Gedächtnisses

  • der Sprache

  • des planerischen Denkens und Handelns

  • der Wahrnehmung

  • der Alltagskompetenz

  • der örtlichen und zeitlichen Orientierung

 

Erste Veränderungen im Gehirn können schon 10-15 Jahre vor den ersten Alzheimer-Symptomen auftreten. Die Ursachen hierfür sind bislang nicht eindeutig geklärt und Gegenstand der Forschung. Die Alzheimer-Krankheit verläuft in 7 Stadien (Retrogenese Modell nach B. Reisberg). Jedes Stadium weist gewisse Defizite und Verhaltensauffälligkeiten auf. Damit umzugehen ist eine große Herausforderung, sowohl für die Betroffenen selbst als auch für die Angehörigen. Je mehr man über die Krankheit informiert ist, umso besser funktioniert die Kommunikation untereinander.

Welche Maßnahmen gibt es, um Alzheimer Demenz zu behandeln?

  • Pharmakologische Behandlung (Antidementiva)
    Cholinesterasehemmer, Glutamatantagonisten

     

  • Nicht-pharmakologische Behandlung
     

    • Stadienspezifisches retrogenetisches Training (siehe: MAS Demenztraining)
      Ziel eines solchen Trainings ist die Unterstützung der Ressourcen, Bedürfnisse der Personen in den verschiedenen Phasen der Erkrankung werden entsprechend respektiert und für jedes Demenzstadium werden auch die richtigen Trainingsmethoden gewählt . Durch ein stadionspezifisches retrogenetisches Training (SSRT) können die vorhanden Fähigkeiten erhalten bleiben und der Fortschritt der Erkrankung kann hinausgezögert werden.

       

    • Körperliches Training (Ausdauertraining – spazieren gehen, Krafttraining, Koordinationstraining, Gleichgewichtsschulung, Reaktionsfähigkeit).
      Alles was gut für das Herz ist, ist auch gut für das Gehirn!

       

    • Gesunde Ernährung (hier sollte man sich die "Mediterrane Küche" näher ansehen)! Frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, fettreicher Fisch mit ausreichend Omega 3 Fettsäuren, Olivenöl oder Rapsöl statt Butter), wenig Zucker und Salz, Nüsse, etc.

Eine multimodale Therapie verspricht den größtmöglichen Effekt, dazu zählen:

  • Kognitives Training

  • Körperliches Training

  • Soziale Interaktionen

  • Training der Alltagskompetenzen

  • Gesunde Ernährung