Der Krankheitsverlauf von Alzheimer Demenz beginnt schleichend und man bemerkt in den ersten Jahren keine Auffälligkeiten. Erst wenn das Gedächtnis, das Erinnerungs- und Orientierungsvermögen sukzessive schlechter werden, ist man sich seiner eigenen Defizite bewusst. Meistens treten in Folge der Krankheit auch weitere Symptome wie Persönlichkeits- und Verhaltensänderungen auf. Wenn die ersten Symptome einer Vergesslichkeit und Orientierungslosigkeit auftreten, sollte man unverzüglich einen Arzt konsultieren. Je früher man eine Demenzerkrankung behandelt, umso höher sind die Chancen den aktuellen Status zu erhalten bzw. zu verbessern. 

Die Alzheimer-Krankheit kann bisher nicht geheilt werden. Aber eine Behandlung kann die Symptome und die Beschwerden, die sie mit sich bringen lindern und die Lebensqualität der Patienten verbessern. Medikamentöse- und nicht-medikamentöse-Therapien werden kombiniert eingesetzt.

Typische Symptome der Alzheimer Demenz sind Störungen:

  • des Gedächtnisses

  • der Sprache

  • des planerischen Denkens und Handelns

  • der Wahrnehmung

  • der Alltagskompetenz

  • der örtlichen und zeitlichen Orientierung

Ein weiteres frühes Indiz für eine Alzheimer Erkrankung ist der immer schwächer werdende Geruchssinn. Der Geruchsverlust tritt vor dem Gedächtnisverlust auf!

 

Erste Veränderungen im Gehirn können schon bis zu 25 Jahre vor den ersten Alzheimer-Symptomen auftreten. Die Ursachen hierfür sind bislang nicht eindeutig geklärt und Gegenstand der Forschung. Die Alzheimer-Krankheit verläuft in 7 Stadien (Retrogenese Modell nach B. Reisberg). Jedes Stadium hat gewisse Defizite und Verhaltensauffälligkeiten. Damit umzugehen ist eine große Aufgabe, sowohl für die Betroffenen selbst als auch für die Angehörigen. Je mehr man über die Krankheit Bescheid weiß, umso besser funktioniert die Kommunikation untereinander.
(Beschreibung der unterschiedlichen Stadien und deren Verhaltensauffälligkeiten gibt es in Kürze hier nachzulesen!)

Welche Maßnahmen gibt es, um Alzheimer Demenz zu behandeln?

  • Pharmakologische Behandlung (Antidementiva)
     

  • Nicht-pharmakologische Behandlung
     

    • Stadienspezifisches retrogenetisches Training (siehe: MAS Demenztraining)
      Ziel eines solchen Trainings ist die Unterstützung der Ressourcen, Bedürfnisse der Personen in den verschiedenen Phasen der Erkrankung werden entsprechend respektiert und für jedes Demenzstadium werden auch die richtigen Trainingsmethoden gewählt . Durch ein stadionspezifisches retrogenetisches Training (SSRT) können die vorhanden Fähigkeiten erhalten bleiben und der Fortschritt der Erkrankung kann hinausgezögert werden.
       

    • Körperliches Training (Ausdauertraining – spazieren gehen, Muskeltraining, Koordinationstraining, Gleichgewichtsschulung, Reaktionsfähigkeit).
      Alles was gut für das Herz ist, ist auch gut für das Gehirn!
       

    • Ernährung (Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fettarme Milch- und Fleischprodukte, ausreichend trinken, Omega-3 Fettsäuren, Pflanzenmargarine, Olivenöl oder Rapsöl statt Butter), wenig Zucker und Salz.